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Zwischen 2010 und 2018 lag der Fokus meiner fotografischen Arbeit auf architektonischen und städtebaulichen Situationen im Spannungsfeld zwischen zweiter und dritter Dimension. Die Aufnahmen im Hochformat zeigen Orte ohne Identität. Die Horizontale der Straßenebene trifft auf die Vertikale der gebauten Architektur. Vorherrschend sind Grautöne und die gedeckten Farben der umgebenden Materialitäten. Symmetrie und Asymmetrie werden nicht als gegensätzliche Pole begriffen, beide Prinzipien bedingen und ergänzen einander. Es wurde ein möglichst einfacher Bildaufbau angestrebt. Nachvollziehbare Proportionen auf Basis klarer Teilungen des Formats bewirken ‘stille’ Bilder.
In einer weiteren Phase realisierte ich vorwiegend Aufnahmen von Innenräumen. Im Vordergrund standen nun weniger die Betonung der flächenhaften Erscheinung des Sujets oder das Spiel mit der grafischen Bildwirkung, sondern die atmosphärische Verdichtung von Innenräumen. Licht und Schatten erschaffen auratische Orte. Akzentuiert ausgeleuchtete Objekte und Räume untersuchen zudem die Wechselwirkung zwischen dem Objekt und seiner Bedeutung.
Seit 2021 entstehen Fotografien, die sich grundlegend von den bis dato realisierten Bildkonzepten unterscheiden. Sie thematisieren Aspekte von Vergänglichkeit, Transformation, und Endlichkeit. Untersucht wird unser Verhältnis zur Natur und unser Umgang mit endlichen Ressourcen, dessen Folgen sich – teils schleichend, teils disruptiv – in Krisen und gesellschaftlichen Umbruchsituationen manifestieren. Angestrebt werden Bilder, die trotz Reduktion, Strenge und Klarheit zusätzliche Assoziationsebenen erlauben.
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